
Wie soll das nur gut gehen? Eine völlig unbekannte Schriftstellerin erzielt mit drei oder vier Romanfolgen um einen verwaisten Jungzauberer einen unerwarteten, grandiosen Publikumserfolg. Die Autorin wird ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gezerrt. Sie versucht, im Anschluss an den Anfangserfolg – mit Ansagen und unter selbst auferlegter Limitierung auf insgesamt sieben Bände -, das ganze munter zusammenfabulierte Tohuwabohu folgerichtig aufzulösen. Ziemlich genau zehn Jahre nach dem Beginn liegt jetzt die Nummer sieben der Serie, der angekündigte Abschlussroman vor: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Mit ihrem Text steht auch Joanne K. Rowling selbst auf dem Prüfstand. – Top oder Flop?
Die Meinungen des Publikums klafften weit auseinander, längst bevor Harry Potter und die Heiligtümer des Todes veröffentlicht wurde. Viele Leser bestätigten der ersten Hälfte der Romanserie hohen Unterhaltungswert. Sie bemängelten jedoch den Fortgang der Geschichte in den Bänden fünf und sechs. So manchem erschienen die Versuche der Autorin zu gestelzt, die Handlungshintergründe zusammenzuführen. Auch mir hatte der sechste Roman, Harry Potter und der Halbblutprinz, nicht besonders gefallen.



