Meistgelesen!

Wel­che mei­ner Buch­be­spre­chun­gen kom­men bei der Le­ser­schaft am bes­ten an? Wel­che mei­ner Re­zen­sio­nen wer­den am häu­figs­ten auf­ge­ru­fen? – Wenn man wie ich über Jah­re und Jahr­zehn­te über Bü­cher schreibt, be­kommt man zwangs­läu­fig einen Ein­druck da­von, was die Men­schen, die hier vor­bei­kom­men, am meis­ten in­te­res­siert. Viel­leicht willst auch Du wis­sen, wel­che Bei­trä­ge bis­her am bes­ten an­ge­kom­men sind? Sol­che Sta­tis­ti­ken pos­te ich übri­gens auch re­gel­mä­ßig und sehr zeit­nah auf Mastodon un­ter @escript140@literatur.social.

Meistgelesen im Herbstquartal 2022

Von Oktober bis Dezember 2022 ha­ben sich mei­ne Le­se­r¦in­nen am häu­figs­ten in­te­res­siert für:

  1. Andreas Eschbach, Freiheitsgeld, 2022Freiheitsgeld (22. September 2022) *****
    – Andreas Eschbachs Romangeschichte han­delt in Deutschland im Jahre 2064 und ist gleichermaßen Politthriller wie Gesellschaftsstudie. Wir leben in einer bedrückenden Schreckenswelt, die den Visionen Orwells und Huxleys in nichts nachsteht. Auch wenn wir eigentlich glücklich sein müssten, da wir schließlich ein bedingungsloses Grundeinkommen beziehen. In diesem Szenario kommen zwei Prominente ums Leben, und ein junger Kommissar muss die Todesfälle aufklären.
  2. TannödTannöd (30. November 2007) *****
    – Andrea Maria Schenkel greift in ihrem Erstlingskrimi einen Fall aus ganz realen Gerichtsakten der Neunzehnzwanzigerjahre auf, einen mysteriösen Sechsfachmord auf einem düsteren Bauernhof am Rande des bayerischen Hinterkaifeck. In ihrer Geschichte vermengt die Autorin kindlich unbeschwerte Beobachtungen mit dörflichem Klatsch und Tratsch, zeitgenössische Bigotterie mit Fakten und Auswirkungen eines Familiendramas. Zuletzt stehen wir vor dem Trümmerhaufen eines verkorksten Beziehungsgeflechts, dessen unausweichliche Konsequenz einem den Atem stocken lässt.
  3. Herman Melville, Moby-Dick, 1851Moby-Dick (22. August 2022) *****
    — In seinem Klassiker aus dem Jahr 1851 erzählt Herman Melville die Geschichte der Jagd Kapitän Ahabs und der Mannschaft des Walfängers Pequod auf den todbringenden weißen Riesenwal Moby Dick. Es ist eine kom­plexe Ge­schich­te über die Mensch­heit vor bald zwei Jahr­hun­der­ten, eine Meta­pher auf den Men­schen, sei­nen Erfin­dungs­reich­tum und seine Selbst­gefäl­lig­keit, die ihn ohne Mög­lich­keit zur Um­kehr immer wei­ter trei­ben, schließ­lich bis zu sei­nem unaus­weich­li­chen Ende.

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Die ewige Bestenliste

Seit Be­ste­hen mei­nes Bü­cher­blogs, al­so seit zwan­zig Jah­ren, ha­ben bislang fol­gen­de Ti­tel die höchs­ten Ab­ruf­zah­len be­kom­men:

  1. Fabiano Massini, El ángel de Múnich, 2020Der Engel von München (21. Juli 2020) *****
    — Ein his­to­ri­scher Kri­mi oder Thril­ler von Fa­bia­no Mas­si­mi über den Tod von Ge­li Rau­bal, der Nich­te von Adolf Hit­ler. Her­vor­ra­gend re­cher­chiert, über­aus span­nend ge­schrie­ben, aber bis­lang lei­der nicht in einer deut­schen Über­set­zung ver­öf­fent­licht. Das Ori­gi­nal in ita­lie­ni­scher Spra­che trägt den Ti­tel L’An­gelo di Mo­na­co.
  2. Drop CityDrop City (2. Januar 2006) *****
    — T.C. Boy­les Ab­ge­sang auf die Flo­wer-Po­wer-Ära. Das wahr­schein­lich bes­te Aus­stei­ger-Zeit­do­ku­ment und gleich­zei­tig die wit­zigs­te und span­nends­te Ge­schich­te über die Hip­pie-Uto­pie der Sieb­zi­ger­jah­re. Ein Mei­len­stein und aus mei­ner Sicht der mit Ab­stand bes­te Boy­le-Ro­man von al­len.
  3. La sombra del vientoDer Schatten des Windes (7. März 2006) *****
    — Daniel Sem­pe­re, der jun­ge Sohn eines Buch­händ­lers ent­deckt das Le­ben und die Lie­be, nach­dem er im sa­gen­um­wo­be­nen Fried­hof der ver­ges­se­nen Bü­cher im Her­zen Bar­ce­lo­nas eine Ro­man­ge­schich­te ent­deckt und ihr auf den Grund zu ge­hen be­ginnt. Der größ­te spa­ni­sche Ver­kaufs­er­folg seit Cer­van­tes‘ Don Qui­jo­te.

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Die letz­te Ak­tua­li­sie­rung die­ser Lis­ten ha­be ich hier am 04.01.2023 vor­ge­nom­men.

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