Du schreibst ein eigenes Blog über literarische Themen? Du möchtest Dich mit anderen Buchblogger¦innen vernetzen? Dann ist der Litblogs Buchblogger-Webring für Dich! Wie wär’s: „Einmal quer durch die deutschsprachigen Literaturblogs“?
Happy Birthday, Mr. Boyle!

Thomas Coraghessan Boyle feiert¹ heute seinen 77. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch, happy birthday, feliz cumpleaños. Dieses Ereignis betone ich aus drei sehr guten Gründen. Denn zum Ersten steht T. C. Boyle weit oben auf der Liste meiner liebsten Literaten.
Zum Zweiten habe ich vor einem Monat mit No Way Home seine brandaktuelle Veröffentlichung besprochen und damit endlich eine lange Lesereise abgeschlossen, die im Jahr 2006 mit meiner Lektüre von Drop City begonnen hatte. Tatsächlich habe ich jetzt nämlich alle bislang 20 Romane und 13 Kurzgeschichtenbände² gelesen und auch ausnahmslos auf E-Script vorgestellt. Was mir dabei alles begegnet ist, kann man in meinem Autorenprofil von T. C. Boyle nachlesen; dort findet man natürlich auch alle Links auf meine 33 Buchbesprechungen der boyleschen Publikationen.
Und zum Dritten …
No Way Home

Am 16. September 2025 erschien der zwanzigste Roman des US-Romanciers T. C. Boyle mit dem Titel No Way Home. Die Besonderheit: Die deutsche Übersetzung ging ein halbes Jahr vor dem englischsprachigen Original in den Verkauf – ein Geschenk des Autors an seine große deutsche Fangemeinde. Ebenfalls neu: Von Kalifornien geht es diesmal nach Osten, mitten hinein in die Wüste. Nämlich in die Kleinstadt Boulder City, ein paar Kilometer südöstlich von Las Vegas. Dort spielt sich die Dreiecksbeziehung zwischen Terry, einem Arzt aus Los Angeles, der übergriffigen Bethany und deren eifersüchtigem Ex Jesse ab.
In den drei Romanvorgängern behandelte Boyle die Themen Klimawandel (Blue Skies), Evolution (Sprich mit mir) und eine Biografie des LSD-Papstes der Sechziger, Timothy Learys (Das Licht). In seinem neusten Werk stürzt er nun sein Personal und seine Leserschaft in menschliche Abgründe.
Nirgendwann

Im April 2025 erschien der Roman Nirgendwann des deutschen Autors Mac Conin. Er handelt von einem krisenhaften Lebensabschnitt der jungen Wahlkölnerin Johanna, genannt Jo, die sich zwischen den Wunschvorstellungen für ihr Leben und den harten Realitäten des Lebens in einer Großstadt bewegt. Aber wo Hoffnung ist, dort tun sich auch Wege auf. Dürfen wir optimistisch sein, dass aus dem Nirgendwann vielleicht doch ein Irgendwann und Irgendwo wird?
Bevor ich mich in die Erzählung stürze, möchte ich noch auf die auffällige Gestaltung des Buchumschlags hinweisen. Es handelt sich um eine Art buntes Kartonstadtmodell des Kölner Zentrums am Rhein, das ein wenig an naive Kunst erinnert. Sehr ansprechend, wirklich gut gemacht, das hebt sich von vielen der gewohnten, gewöhnlichen Buchcovern ab¹. Und wenn man sich einmal auf der Website des Verlags umsieht, wird man feststellen, dass auch die Gestaltung anderer Titel etwas Außergewöhnliches hat. Das muss wohl an der Leitung des Verlagsprojekts liegen. – Doch darüber später mehr. Jetzt: in medias res!

