
Der neunzehnte Roman des US-Bestsellerautors T. C. Boyle trägt den Titel Blue Skies – „Blauer Himmel“. Doch der idyllische Romantitel trügt, das kann man bereits unschwer an der Umschlaggestaltung erkennen. Denn der ständig blaue Himmel, wie er in der kalifornischen Heimat Boyles vorherrscht, bringt glühende Hitze, Waldbrände und Tod mit sich. Kalifornien verbrennt, während an der Ostküste in Florida das Land im Dauerregen und Überschwemmungen versinkt. Blue Skies ist dystopischer Katastrophenroman, Ökothriller und satirische Überspitzung in einem. Mitten im Umweltdebakel stehen Boyles Protagonisten, die Mitglieder der Familie Cullen: Mutter Ottilie, Sohn Cooper und Tochter Catherine; als Vertreter der Betroffenheitsfraktion der Babyboomer einerseits, der Klimaaktivisten und der Lifestyleszene andererseits. Diesen dreien bleibt in Boyles Geschichte wirklich nichts erpart.
„Wenn das das neue Normal wird, wie leben wir dann damit?“, fragte der Autor in einem Radiointerview mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. Genau diese Frage versucht er, in seinem aktuellen Roman zu beantworten.




