
Anny Bunny ist die zehnte Veröffentlichung einer Autorin, die unter dem Pseudonym Nina Casement schreibt. Casement ist Mitte dreißig, stammt aus dem Rheinland, ist studierte Naturwissenschaftlerin und hat bislang eine breite Palette literarischer Genres bedient. In ihrem jüngsten Roman beschäftigt sie sich mit Grenzbereichen der Sexualität. Ihre Protagonistin Anna Schneider berichtet in tagebuchartigen Sequenzen über sechzehn Jahre hinweg, zwischen 2003 und 2019, über ihren Versuch, in der knallharten Branche der Pornoindustrie zu Geld zu kommen und dabei nicht auf der Strecke zu bleiben.
Um ein Haar hätte ich verschwiegen, dass nicht nur Anna in dieses Tagebuch schreibt. Immer wieder zwischendurch meldet sich unangekündigt ein gewisser Phillip zu Wort. Seine sporadischen Einschübe haben überhaupt nichts mit dem Erzählstrang Annas zu tun, eine Verbindung zwischen den beiden scheint nicht zu bestehen. Aber da muss doch irgendetwas im Busch sein, oder?



