Komplette Liste aller Rezensionen seit 2002
Auf der Su­che nach Lese­stoff? Hier fin­dest Du Buch­be­spre­chun­gen mit An­spruch aber oh­ne Al­lü­ren. Ich schrei­be meist über bel­le­tris­ti­sche Ti­tel; über sol­che, die mir ge­fal­len oder auch mal nicht ge­fal­len ha­ben; manch­mal Main­stream, manch­mal ab­seits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de. (Per­sön­li­che Emp­feh­lun­gen und ein paar Wor­te zu die­sem Pro­jekt gibt’s ganz un­ten auf die­ser Sei­te.)

Garou

Leonie Swann, Garou, Goldmann Verlag, 2010
Leonie Swann, 2010

Garou lautet der Titel des zweiten Romans der Schrift­stel­le­rin Leonie Swann. Der Roman ist als Fort­set­zung von Glennkill ange­legt, Swanns be­rühm­tem Schafs­krimi aus dem Jahr 2005. Die Auto­rin selbst bezeich­net die Fort­set­zung nicht mehr als Krimi sondern als „Schaf-Thriller“. Natür­lich geht es in Garou auch wie­der um einen Krimi­nal­fall, der aufge­klärt wer­den will. Aber die Ge­schich­te hat noch eine zwei­te Ebe­ne; mys­ti­sche Ereig­nis­se, die die Pro­ta­go­nis­ten des Romans nicht rati­onal ein­ord­nen können.
Das zweite Buch ist für Schrift­stel­ler stets das schwer­ste, heißt es. Ist es Leonie Swann gelun­gen, sich vom Druck zu be­frei­en, der nach dem Er­folg ihres Erst­lings auf ihr las­te­te?

Glennkill han­del­te in Irland. Geschrie­ben hatte Swann die Geschichte in Paris, Berlin und Irland. Garou hin­ge­gen spielt nun in Frank­reich und wurde in Ber­lin und Eng­land ver­fasst.

→ weiterlesen

Carlos Ruiz Zafón

Carlos Ruiz ZafónCarlos Ruiz Zafón († 2020 im Alter von 55) wurde in der kata­lani­schen Haupt­stadt Barcelona in der Spät­zeit der Franco-Dikta­tur geboren. Zunächst Werbe­texter in seiner Heimat, wan­derte Ruiz mit dreißig in die USA aus. Er arbei­tete in Los Angeles als Dreh­buch­autor und schrieb Arti­kel für die bei­den größ­ten spani­schen Tages­zei­tungen, El País und La Vanguardia.

→ weiterlesen

Die Reise des Elefanten

Die Reise des Elefanten, José Saramago, 2010
José Saramago, 2010

Die Reise des Elefanten ist der vor­letz­te Roman des por­tu­gie­si­schen Schrift­stel­lers José Sara­mago. Die deut­sche Aus­ga­be er­schien eine Wo­che nach Sara­magos Tod im Jahr 2010. Sei­ne Ge­schich­te um den Ele­fan­ten Salo­mon und des­sen Füh­rer, den Mahut Subhro, ist his­to­risch be­legt: Sie trug sich im sech­zehn­ten Jahr­hun­dert zu. Johann III. von Por­tu­gal und des­sen Ge­mah­lin Katha­rina von Kasti­lien such­ten ein Hoch­zeits­ge­schenk für den Vet­ter, den Erz­her­zog Maxi­mi­lian von Öster­reich. Sie ver­fie­len auf die bi­zar­re Idee, einen Ele­fan­ten, der bis da­hin un­be­ach­tet sein Le­ben in einem Ge­he­ge in Belém fris­te­te, Maxi­mi­lian als Gabe zu über­rei­chen. Der soll­te das unge­wöhn­liche Tier nach Wien über­füh­ren, um dort seine Unter­ta­nen zu beein­drucken.

Im Nach­wort seines Romans erklärt José Sara­mago, er habe nach einem Vor­trag in Salz­burg zufäl­lig im Restau­rant Der Elefant Holz­schnit­zereien ent­deckt. Diese hät­ten Stati­onen der Reise eines Ele­fan­ten im Jahre 1551 dar­ge­stellt. Er habe das Ge­fühl gehabt, „dies könn­te eine schö­ne Ge­schich­te werden“.

→ weiterlesen

Cookie-Hinweis