
Eine Mannheimer Südamerikanerin mit Wohnsitz im Schweizer Tessin hat einen historischen Roman über das antike Rom veröffentlicht. Claudia Magerl schreibt über die Regierungszeit des übel beleumundeten Kaisers Nero. Dabei rückt sie in ihrem bislang vierten römischen Roman, Der Tempel des Castor, so einige der bis heute nicht ausgeräumten Vorurteile über ein angeblich wahnsinniges Monster zurecht. Aus verschiedenen Gründen lohnt es sich unbedingt, der Autorin in die Zeit des ersten Jahrhunderts nach Christi Geburt zu folgen.
Um dem Schwerpunkt der Erzählung gerecht zu werden, möchte ich es nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass der Protagonist des Romans nicht Caesar Nero selbst ist sondern Marcus Salvius Otho, Freund und Vertrauter Neros – zumindest in den ersten Jahren der Regierungszeit des Kaisers.
Worum also geht es?
Der Roman setzt ein mit den letzten Kaiserjahren von Neros Vorgänger, des Caesar Claudius. Als Claudius verstirbt, womöglich vergiftet durch die eigene Gattin Agrippina, muss sich die kaisertreue Familie des Feldherrn Lucius Salvius Otho um ihre Stellung im politischen Staatsgefüge sorgen. Doch dann gelingt es dem jüngsten Spross der Othos, Marcus Salvius, zum einflussreichen Freund des neuen Caesars Nero zu avancieren. Den engsten Freundeskreis um Nero verbindet die gemeinsame Liebe zur Kunst und der Volksnähe des jugendlichen Kaisers.


Doch das soll sich nun unbedingt wieder ändern: In den vergangenen Wochen habe ich meine vorhandenen Buchbesprechungen ein wenig aufpoliert. Ab dem kommenden Donnerstag, etwa achtzehn Jahre nach Gründung dieser Webseiten, will ich in ehemals gewohnter Manier – und nach abgeschlossener Neugestaltung dieser Webseiten – meine Leseerlebnisse und -ergebnisse hier festhalten.