Auf der Suche nach Lesestoff?❤Hier findest Du Buchbesprechungen mit Anspruch aber ohne Allüren. Ich schreibe meist über belletristische Titel; über solche, die mir gefallen oder auch mal nicht gefallen haben; manchmal Mainstream, manchmal abseits der ausgetretenen Pfade. (Persönliche Empfehlungen und ein paar Worte zu diesem Projekt gibt’s ganz unten auf dieser Seite.)
Eine siebzehnjährige Autorin sollte zum Darling des deutschen Literaturbetriebs gekürt werden. Ihr Romandebüt mit dem Titel Axolotl Roadkill wird als besonders gelungenes Coming-Of-Age-Buch gelobt und in eine Reihe mit Salingers Fänger im Roggen gestellt.
Helene Hegemanns Roman wurde für den Leipziger Buchmessepreis nominiert und galt vorab als ausgemachter Jurysieger. Zumindest bis Plagiatsvorwürfe gegen die junge Autorin nicht nur erhoben sondern auch belegt wurden.
Hegemanns Verlag besorgte nachträglich die Rechte an den abgeschriebenen Textsequenzen, die Autorin stellte ihre Vorgehensweise als neue Kunstform auf Basis von Versatzstücken dar, und der bestohlene Autor reagiert gelassen. War die ganze Aufregung also nur ein Sturm im Wasserglas?
Am 27. Januar 2009 starb der amerikanische Autor John Hoyer Updike im Alter von 76 Jahren an einem Lungenkrebsleiden. Anlässlich seines Todes flammten in Literaturzirkeln zum wiederholten Male Diskussionen über das Versäumnis der Königlichen Schwedischen Nobel-Akademie auf, den Literaturpreis nicht längst an Updike vergeben zu haben. Jetzt ist es zu spät, posthum wird der Preis nicht verliehen. Der Tadel mag durchaus berechtigt sein. Ich selbst bekenne, dass ich mein Interesse an zeitgenössischer Literatur John Updike und im Besonderen seiner Romanserie Rabbit um den Protagonisten Harry Angstrom zu verdanken habe. — Fünf Jahre vor seinem Tod veröffentlichte Updike den Roman Villages, der im Jahr 2006 unter dem deutschen Titel Landleben erschien. Der Tod des Schriftstellers ist für mich Grund genug, den bisher ungelesenen Roman aus meinem Bücherbord zu ziehen.
Landleben – „Wo die Liebe hinfällt.“
So überschreibt der Verlag auf der Rückseite des Buchcovers eine knappe Inhaltsbeschreibung. Damit trifft er ins Schwarze. Zumindest insofern, als man in vier Worten überhaupt eine Zusammenfassung von über vierhundert gedruckten Seiten einigermaßen treffsicher unterbringen kann. Updikes Geschichte behandelt rückblickend das Leben von Owen Mackenzie. Der war ein Computerpionier des vergangenen Jahrhunderts. Seine Profession spielt allerdings nur ansatzweise eine Rolle in der Handlung. Deutlich mehr Gewicht als der Beruf des Hauptdarstellers nehmen seine erotischen Erlebnisse ein.
Der junge, amerikanische Autor Christopher Paolini hat mit Die Weisheit des Feuers die dritten Folge der Fantasyserie um den Drachenreiter Eragon veröffentlicht. Obwohl sich mittlerweile längst Gezänk um die Qualität seiner Romane erhoben hat, bleibt doch zumindest festzuhalten, dass Paolini zu den schriftstellerischen Ausnahmeerscheinungen unserer Zeit gehört. Denn den ersten Teil der Romanserie, der zunächst noch im Selbstverlag erschien, schrieb Paolini im Alter von fünfzehn Jahren nach seinem High-School-Abschluss. Nachdem die Knopf Publishing Group professionelle Herstellung und Vertrieb des Buches übernommen hatte, avancierte Christopher Paolini bereits im Alter von neunzehn Jahren zum New-York-Times-Bestsellerautor.
Band eins und zwei der Eragonserie erschienen in den Jahren 2002 beziehungsweise 2003. Der nun vorliegende dritte Band wurde 2008 veröffentlicht und war ursprünglich als Abschluss einer Trilogie angekündigt worden. Tatsächlich aber hat die Geschichte trotz der 864 Buchseiten ihr Ende noch nicht erreicht. Der vierte Band ist in Arbeit, die meist jugendlichen, männlichen Leser sind begeistert.
Die Weisheit des Feuers – Hintergrund der Geschichte
Worum geht es bei Eragon? – Im Fantasieland Alagäesia werden die Menschen durch den üblen Tyrannen Galbatorix unterjocht. Die benachbarten Stämme der Elfen im Norden des Landes und der Zwerge im Süden von Alagäesia müssen befürchten, ebenfalls von Galbatorix unterworfen zu werden. Einziger Hoffnungsschimmer ist ein Drachenei, das Galbatorix gestohlen werden konnte.