
Mit Eines Menschen Flügel hat Andreas Eschbach ein gewaltiges Werk vorgelegt. Es geht um nicht weniger als um die Zukunft der Menschheit: ein Science-Fiction-Roman einerseits, doch auch eine bestechende Überlegung zum aktuellen Zustand und zu den Perspektiven der Art Homo sapiens. Woher kommen wir? Was macht uns aus? Und wohin gehen wir? Können wir aus Fehlern lernen? Unsere Zukunft tatsächlich beeinflussen?
Gewaltig ist Eschbachs neuster Roman aber auch aufgrund seines Umfanges. Ein dicker Band, gegliedert in drei etwa gleich lange Teile; 29 Kapitel, die teilweise so lang sind, dass sie in Unterkapitel geteilt sind, die wiederum durch Sternchenzeilen in Abschnitte strukturiert werden. Das längste dieser Kapitel umfasst allein 100 Buchseiten, die gesamte Erzählung kommt auf 1.253 Romanseiten, selbst wenn man nur vom Anfang des Textes bis zu seinem Schlusspunkt zählt.
Man braucht also Durchhaltevermögen für diese Erzählung. Durchhaltevermögen und ein gutes Gedächtnis für ungewöhnliche Personennamen, um den Zusammenhängen über zwölfhundert eng bedruckte Buchseiten hinweg folgen zu können.



