Flashback Zufallsrezension: Jeden Sonntag eine neu & zufällig ausgewählte Buchbesprechung aus der Vergangenheit — Gute Bücher altern nicht!
Auf der Su­che nach Lese­stoff? ❤ Hier fin­dest Du Buch­be­spre­chun­gen mit An­spruch aber oh­ne Al­lü­ren. Ich schrei­be meist über bel­le­tris­ti­sche Ti­tel; über sol­che, die mir ge­fal­len oder auch mal nicht ge­fal­len ha­ben; manch­mal Main­stream, manch­mal ab­seits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de. (Per­sön­li­che Emp­feh­lun­gen und ein paar Wor­te zu die­sem Pro­jekt gibt’s ganz un­ten auf die­ser Sei­te.)

Deutscher Buchpreis 2020

Deutscher Buchpreis 2020: Anne Weber bei der Preiverleihung
Anne Weber, 2020

Deutscher Buchpreis 2020: Im Kaisersaal des Frankfurter Römers wurde heute Abend der Deutsche Buchpreis 2020 an Anne Weber (55) verliehen. Sie erhält den Preis des Deutschen Buchhandels für ihren Roman Annette, ein Heldinnenepos. In einem brillanten biografischen Epos erzählt Weber das unwahrscheinliche Leben der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir. – Der Kommentar der Jury zur Preisverleihung lautet:

Anne Weber ist es gelungen, in der Form des Epos das reale Leben der 96-jährigen Anne Beaumanoir in ein grandioses Stück Literatur zu verwandeln. Mit feinem Humor erzählt sie von einer Frau, die mit aller Konsequenz bereit war, für ihr Ideal der Gerechtigkeit zu kämpfen. In meist ungereimten Versen, die einen fließenden Rhythmus entwickeln, verspielt und mit großem Feingefühl bereitet Anne Weber ihrer Heldin die Bühne. Gespannt folgen wir Annette von der Résistance bis in den algerischen Unabhängigkeitskrieg. Philosophisch, politisch und reflektiert stellt der Roman unaufdringlich den Bezug zur Gegenwart her. Eine wunderbare und überzeugende Hommage an eine außergewöhnliche Frau.

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Mörder ohne Gesicht

Mörder ohne Gesicht, Henning Mankell, 1993
Henning Mankell, 1993

Mörder ohne Gesicht lau­tet der Ti­tel des ers­ten Ro­mans einer Se­rie von ins­ge­samt zwölf Bän­den, die der Schwe­de Hen­ning Man­kell über sei­ne be­kann­tes­te Figur, den schwe­di­schen Kri­mi­nal­be­am­ten Kurt Wal­lan­der, ge­schrie­ben hat. Die Ge­schich­te ent­stand, als der Autor nach einem län­ge­ren Auf­ent­halt in Afri­ka in sei­ne Hei­mat zu­rück­kehr­te und von den vor­ge­fun­de­nen ge­sell­schaft­li­chen Än­de­run­gen wie vor den Kopf ge­sto­ßen war. Mit sei­nem ers­ten Wal­lan­der-Ro­man por­trä­tiert und kri­ti­siert Man­kell die­se aus den Fu­gen ge­ra­te­ne Welt, die nichts mehr mit der Sorg­lo­sig­keit des schwe­di­schen Wohl­fahrts­staa­tes zu tun hat.

Der Text wur­de in­ner­halb eines Jah­res ge­schrie­ben und han­delt – wie die nächs­ten sie­ben Nach­fol­ge­bän­de auch – in sei­ner Ent­ste­hungs­zeit; im Fal­le des ers­ten Ro­mans al­so im Jahr 1990.

Mörder ohne Gesicht – Über den Inhalt

In einer kal­ten Januar­nacht wird ein altes Bau­ern­ehe­paar in sei­nem Haus über­fal­len. Der Mann wird bru­tal ermor­det. Als die Poli­zei ein­trifft, ist die Frau noch am Leben, stirbt jedoch eben­falls, nur wenige Stun­den spä­ter im Kran­ken­haus. Ihre letzte Bot­schaft an die Ermitt­ler lau­tet: „Aus­län­der!“

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Nobelpreis für Literatur 2020

Louise Glück
Louise Glück, 2012

Die US-amerikanische Lyrikerin Louise Elisabeth Glück (77) erhält in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur. Die Verleihung erfolgte heute Mittag um 13 Uhr durch die Schwedische Akademie in Stockholm. Das Nobelkomitee, das für die Auswahl der Kandidaten zuständig war, bestand in diesem Jahr aus sieben Mitgliedern der Akademie und des Literaturbetriebes. Die Jury begründet die Preisverleihung mit Louise Glücks „unverkennbarer dichterischer Stimme, die mit herber Schönheit das individuelle Dasein allgemeingültig macht“.

Grattis, fru Glück!

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