Backflash Zufallsrezension: Jeden Sonntag eine neu & zufällig ausgewählte Buchbesprechung aus der Vergangenheit — Gute Bücher altern nicht!
Auf der Su­che nach Lese­stoff? Hier fin­dest Du Buch­be­spre­chun­gen mit An­spruch aber oh­ne Al­lü­ren. Ich schrei­be meist über bel­le­tris­ti­sche Ti­tel; über sol­che, die mir ge­fal­len oder auch mal nicht ge­fal­len ha­ben; manch­mal Main­stream, manch­mal ab­seits der aus­ge­tre­te­nen Pfa­de. (Per­sön­li­che Emp­feh­lun­gen und ein paar Wor­te zu die­sem Pro­jekt gibt’s ganz un­ten auf die­ser Sei­te.)

Knochenarbeit

Knochenarbeit
Kathy Reichs, 2001

Dr. Kath­leen Reichs ar­bei­tet als fo­ren­si­sche An­thro­po­lo­gin im US-Bun­des­staat North Ca­ro­li­na und in der ka­na­di­schen Pro­vinz Que­bec. Außer­dem schreibt Ka­thy Kri­mis, in de­nen Sie ihr Al­ter Ego un­ter dem Na­men Tem­pe­ren­ce Bren­nan bei der Auf­klä­rung von Mord­fäl­len auf­tre­ten lässt. Hier und heu­te: Knochenarbeit.

Zum Hin­ter­grund: Auf dem Ge­biet der fo­ren­si­schen An­thro­po­lo­gie, al­so der wis­sen­schaft­li­chen Be­gut­ach­tung von mensch­li­chen Lei­chen­res­ten, haupt­säch­lich Ske­let­ten zum Zweck der Be­stim­mung der Iden­ti­tät und der To­des­um­stän­de, hat die Auto­rin in­ter­na­tio­na­les Re­nom­mee er­wor­ben. Sie war schon im Auf­trag der UN in Ruan­da. Sie half auch bei der Iden­ti­fi­zie­rung von Per­so­nen aus gua­te­mal­te­ki­schen Mas­sen­grä­bern. Und sie ar­bei­te­te nach dem 11. Sep­tem­ber in New York auf Ground Ze­ro. Ih­re Um­set­zung der be­ruf­li­chen Er­fah­run­gen in einer mitt­ler­wei­le fünf Ro­ma­ne um­fas­sen­den Se­rie um Tem­pe Bren­nan hat Ka­thy Reichs zu einer der be­kann­tes­ten Schrift­stel­le­rin­nen in den USA ge­macht. Sie tritt in Fern­seh­shows auf und ver­an­stal­tet re­gel­mä­ßig Ver­kaufs­tou­ren im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet.

Knochenarbeit, im Ori­gi­nal 1999 er­schie­nen un­ter dem Ti­tel Death du Jour, ist das zwei­te Buch der Rei­he.

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Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter and the Order of the Phoenix
Joanne K. Rowling, 2003

Du-weißt-schon-wer hat nach zwei­jäh­ri­ger Warte­zeit den fünf­ten Band ih­rer Serie um den Zau­be­rer­lehr­ling Harry Potter ver­öffent­licht, Harry Potter und der Orden des Phönix. Mit 766 Seiten ist der neuste Teil dicker denn je, die deut­sche Aus­ga­be, die für den 8. Novem­ber ange­kündigt ist, soll sich über tau­send Sei­ten er­strecken. Die Ori­ginal­aus­gabe wurde in einer Erst­auf­lage von 13 Milli­onen Stück ge­druckt, allein in den USA ging der Roman bereits am Erscheinungstag über fünf Millionen Mal über den Verkaufstresen, der Weg zum meist ver­kauf­ten Buch aller Zei­ten ist be­schrit­ten.
Ob die Erzähl­kunst der Auto­rin aus­reichte, die ge­spann­ten Erwar­tun­gen der Fan­gemein­de zu erfüllen? Ob er gut ist, der neue Harry Potter? – Also bitte, Silen­cio!

Harry Potter und der Orden des Phönix – Einstieg in die Handlung

Nach dem Show­down im voraus­gegan­genen Teil, Harry Potter und der Feuer­kelch, in dem der Held nur knapp dem erneu­ten Mord­ver­such durch sei­nen erstark­ten Gegen­spie­ler Volde­mort ent­gan­gen war, beginnt der fünf­te Teil wie wir es seit Teil zwei gewohnt sind:
Sommer­ferien im Ligus­ter­weg, Harry unter der Fuch­tel von Onkel und Tante, ödes Vor­geplän­kel zum Zauber­start an der Hexen­schule Hog­warts. Dass es diesmal jedoch ein wenig anders lau­fen würde, wird dem Leser recht bald klar.

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Rot ist mein Name

Rot ist meine Name
Orhan Pamuk, 2001

Wie ein Mär­chen aus Tausend­und­eine­nacht beginnt der Roman des Nobel­preis­trägers von 2006, Orhan Pamuk, und zieht den Leser mühe­los zurück in die Ver­gangen­heit. Wir fin­den uns ein im mittel­alter­lichen Istan­bul, in der Gesell­schaft von Hod­schahs, osma­nischen Buch­illustra­toren, von Koran­suren, Padi­schahs und Wesi­ren.

Strukturell als Kriminal­roman angelegt, beleuch­tet die Geschich­te den Glaubens­konflikt zwischen östli­chen und westli­chen Grund­sätzen aus dem Blick­winkel der Buch­malerei. Aktueller kann derzeit kaum ein Thema sein.

Was ist passiert? – Einer der Meister­illustra­toren am osmani­schen Hof von Istan­bul wird erschla­gen am Grunde eines trocke­nen Brunnens aufge­funden. Zeit­gleich kehrt der Welten­bummler Kara in die Stadt am Bospo­rus zurück. Er hat die Ab­sicht, um seine verwit­wete Jugend­liebe, die schöne Seküre, zu wer­ben.

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