Backflash Zufallsrezension: Jeden Sonntag eine neu & zufällig ausgewählte Buchbesprechung aus der Vergangenheit — Gute Bücher altern nicht!
Auf der Suche nach Lese­stoff? Hier findest Du Buch­be­sprechun­gen mit An­spruch aber ohne Allü­ren. Ich schreibe meist über bel­le­tris­tische Titel; über solche, die mir ge­fallen oder auch mal nicht ge­fallen haben; manchmal Main­stream, manchmal ab­seits der aus­ge­tre­tenen Pfade. (Per­sön­liche Empfeh­lungen und ein paar Worte zu diesem Projekt gibt’s ganz unten auf dieser Seite.)

Gelber Kaiser

Gelber Kaiser
Raymond A. Scofield, 1997

„Ein Pano­rama der chine­si­schen Ge­schich­te von der Grün­dung der Volks­repu­blik bis hin zur Gegen­wart. Gelber Kaiser – Ein Roman über macht­poli­ti­sche Schach­züge, uner­bitt­li­che Grau­sam­keit und über zer­bor­stene Träu­me.“

So also steht es auf dem Ein­band des Buches. Und tat­säch­lich hält der Gelbe Kaiser die­ses Ver­spre­chen. Am Schick­sal der ameri­kani­schen Missi­onars­fami­lie Far­lane schil­dert der Autor Ray­mond Sco­field in sei­nem ersten Roman chine­si­sche Histo­rie über Gene­ratio­nen hin­weg. Begin­nend in den Drei­ßiger Jah­ren des zwan­zig­sten Jahr­hun­derts bis hin zu einem fik­ti­ven Fina­le in der nicht genau datier­ten Gegen­wart. Sco­field schafft da­bei eine nicht ganz ein­fach zu ver­fol­gende Kette aus histo­ri­schen Fak­ten und erfun­denen Lebens­geschich­ten, die schließ­lich in einer drasti­schen Auflö­sung gip­felt.

Gelber Kaiser – Worum es geht

„Operation Gelber Kaiser“ nennt eine Cli­que chine­si­scher Gene­räle den Plan zur Rück­erobe­rung Tai­wans. Die­ser namens­geben­de Teil der Hand­lung ist irgend­wann am Ende des zwei­ten Jahr­tau­sends zu ver­or­ten. Um aller­dings den Hand­lungs­strang der Gegen­wart plau­si­bel zu machen, holt der Autor weit aus.

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Die Euro-Fälscher

Die Euro-Fälscher
Roel Janssen, 2001

Ausgangspunkt für den Wirt­schafts­kri­mi Die Euro-Fälscher mit dem ak­tu­el­len The­ma euro­pä­i­sche Ge­mein­schafts­wäh­rung ist ein rea­les Er­eig­nis: Am 12. Mai 1998 ver­schwand ein Ho­lo­gramm­stem­pel, der für die neu­en Bank­no­ten vor­ge­se­hen war, auf dem Luft­trans­port zur Dru­cke­rei. Bis heu­te ist er nicht wie­der auf­ge­taucht. Die­ser un­ge­klär­te Schwund öff­net na­tür­lich Tür und Tor für Spe­ku­la­tio­nen.

In Roel Janssens Ro­man folgt nun, was kom­men muss: Bei einer klei­nen nie­der­län­di­schen Bank tau­chen am Tag der Ein­füh­rung des Euro-Bar­gel­des fal­sche Fünf­hun­der­ter auf. Die Bank­mit­ar­bei­ter Os­car Stra­ver und Ste­pha­nie Hor­lick sto­ßen auf der Suche nach der Quel­le auf ein Kom­plott, in dem Schwarz­geld und ein euro­pä­i­scher Frei­zeit­park ent­schei­den­de Rol­len spie­len.

Die Euro-Fälscher – Erfolgsrezept

Die Roman­idee ist wirk­lich gut: Nach­dem Euro­blü­ten auf­ge­taucht sind, macht sich Os­car sozu­sa­gen als Recher­cheur an Stelle des Lesers auf die Suche nach der Quelle. Dabei erfährt er inte­res­sante Details über Ent­wick­lung, Her­stel­lung und Ver­tei­lung der euro­päi­schen Gemein­schafts­wäh­rung. Gemein­sam mit der Haupt­per­son lernt auch der Leser eine ganze Menge über den Euro.

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