
Eigentlich war bereits Die Brandmauer als Abschlussband der Wallander-Romanserie Henning Mankells angelegt. Doch nur ein Jahr nach der Brandmauer schiebt der Autor eine Sammlung mit fünf kürzeren Erzählungen über den längst weltberühmten Schwedenkommissar nach. Diese Sammlung trägt den Titel Wallanders erster Fall (und andere Erzählungen). Wie der Titel vermuten lässt, handelt der neunte Band in der Zeit vor dem ersten Roman, Möder ohne Gesicht, er präsentiert also die Vorgeschichte von Kurt Wallander. Im Vorwort erklärt Mankell, er habe bemerkt, dass er „im Kopf anfing, Erzählungen zu schreiben, die vor der Romanserie spielten“. Er habe diesen Band herausgegeben, „weil er ein Ausrufezeichen darstellt nach dem Punkt, den ich mit Die Brandmauer gesetzt hatte“.
Für die weltweite Fangemeinde des schwedischen Kommissars stellt der neunte Band keinen Epilog dar, sondern einen Prolog. Obwohl er zuletzt geschrieben ist.
„Wallander ist für viele ein lebendiger Mensch geworden. Er ist aus den Buchseiten herausgetreten und zu einem Mitmenschen geworden. Auch wenn alle im Innersten natürlich wissen, daß er nur in der Vorstellung existiert. Aber er hat trotzdem eine Vergangenheit. Er war einmal jung. In diesen Erzählungen versuche ich, einige der frühesten Teile seines Lebens, so wie ich sie mir vorstelle, in das Bild einzufügen.
Kein Bild wird jemals vollständig. Aber diese Geschichten gehören zur Serie über Wallander. Ich mache den Sack zu.“ (Seite 11)



