
Der sechste von insgesamt zwölf Wallanderromanen trägt den Titel Die fünfte Frau. Die Geschichte handelt im Herbst des Jahres 1994. Henning Mankell hat diese Folge eng an die Handlung des vorangegangenen Bandes, Die falsche Fährte, geknüpft: Im Sommer ’94 hatte Kurt Wallander die „falsche Fährte“ verlassen und konnte einen vierfachen Serienmord aufklären. Danach macht er Urlaub mit seiner romantischen Partnerin Baiba und fliegt im Anschluss mit seinem Vater für ein paar Tage nach Rom. Direkt nach seiner Rückkehr aus der Ewigen Stadt wird der Kommissar in den Strudel einer weiteren Mordserie gezogen. Denn ein skrupelloser Killer beginnt im September ’94, scheinbar unbescholtene Männer zu töten. – Zwei Romane, die im gleichen Jahr handeln und die das gleiche Thema reflektieren: Rache und Selbstjustiz.
Fast macht es den Eindruck, als habe der Autor das Romanthema nicht in einem Band abschließen können. Die fünfte Frau wirkt nämlich nicht nur wegen des unmittelbaren zeitlichen Anschlusses wie eine Verlängerung der falschen Fährte. In vielerlei Hinsicht macht der sechste Wallanderroman auf mich den Eindruck einer ganz besonders exemplarischen Folge der Geschichten um den schwedischen Kult-Polizisten aus Ystad.



