
Mit Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand gelang dem schwedischen Autor Jonas Jonasson vor gut zehn Jahren ein Erstlingsroman, der aus dem Stand zum weltweiten Millionenseller wurde. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft vor zwei Jahren erschien Jonassons fünfter Roman mit dem Titel Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte. Erstaunlicherweise treten in dieser Geschichte gleich zwei Massai auf, die beide eine Rechnung in Schweden offen haben: Ole Mbatian der Jüngere, ein kenianischer Medizinmann, und sein schwedischer Adoptivsohn Kevin Beck. Ole und Kevin bilden das Zentrum der Geschichte, um das weitere Personen kreisen und die bizarre Romanhandlung vorantreiben.
Da wäre an erster Stelle Victor zu nennen. Victor ist Rassist, skrupelloser Geschäftemacher und ein Egomane, dem jedes menschliche Gefühl fehlt. Außerdem ist Victor der leibliche Vater Kevins, den er mit einer Prostituierten gezeugt hat.
„Er heißt Kevin“, sagte sie.
„Hä?“, sagte Victor.
„Er ist dein Sohn.“
„Sohn? Scheiße, der ist doch schwarz.“
„Wenn du mich genau ansiehst, geht dir vielleicht auf, wie es dazu kommen konnte.“
(Dialog zwischen Kevins Mutter und Victor, Seite 27)







