
Nur ein Jahr nachdem sein Überraschungserfolg Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand auf ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand, schob Jonas Jonasson einen zweiten Roman nach. Die Analphabetin, die rechnen konnte landete ebenfalls sofort auf den top Verkaufsrängen des Buchhandels. Kein Wunder, denn der schwedische Autor verließ sich auch beim zweiten Anlauf auf das Erfolgsrezept, das seinen ersten Roman so erfolgreich gemacht hatte. Auf eine Protagonistin nämlich, die wieder bescheiden und höflich auftritt, aber genau weiß, was sie will. Auf sein Gespür für Situationskomik. Und auf den Zauber des Unwahrscheinlichen, des geradezu Absurden, das die Leserschaft auf Trab hält.
Nach Allan Karlsson aus dem Hundertjährigen ist nun also eine Frau die Heldin des zweiten Jonasson-Romans, Nombeko Mayeki. Nombeko wächst während der Siebzigerjahre in Soweto auf, einer Slumsiedlung am Rande des südafrikanischen Johannesburg. Dank ihrer phänomenalen Rechenbegabung steigt das Mädchen von der Latrinentonnenträgerin in der Slumhierarchie auf und landet durch Zufall als Putzfrau bei einem alkoholkranken Weißen, der das Atomprogramm Südafrikas leitet. Dieser Mann ist nicht nur ständig betrunken. Er hat auch keine Ahnung davon, wie er seinem Staat eine Atombombe verschaffen soll. Aber diese Aufgabe übernimmt ja nun glücklicherweise Nombeko für ihn. Erfolgreich.







