Meine ganz persönlichen Lesempfehlungen
Auf der Suche nach Lesestoff? Hier findest Du Buchbesprechungen mit Anspruch aber ohne Allüren. Ich schreibe meist über belletristische Titel; über solche, die mir gefallen oder auch mal nicht gefallen haben; manchmal Mainstream, manchmal abseits der ausgetretenen Pfade. (Persönliche Empfehlungen und ein paar Worte zu diesem Projekt gibt’s ganz unten auf dieser Seite.)

Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter and the Order of the Phoenix
Joanne K. Rowling, 2003

Du-weißt-schon-wer hat nach zweijähriger Wartezeit den fünften Band ihrer Serie um den Zaubererlehrling Harry Potter veröffentlicht, Harry Potter und der Orden des Phönix. Mit 766 Seiten ist der neuste Teil dicker denn je, die deutsche Ausgabe, die für den 8. November angekündigt ist, soll sich über tausend Seiten erstrecken. Die Originalausgabe wurde in einer Erstauflage von 13 Millionen Stück gedruckt, allein in den USA ging der Roman bereits am Erscheinungstag über fünf Millionen Mal über den Verkaufstresen, der Weg zum meist verkauften Buch aller Zeiten ist beschritten.
Ob die Erzählkunst der Autorin ausreichte, die gespannten Erwartungen der Fangemeinde zu erfüllen? Ob er gut ist, der neue Harry Potter? – Also bitte, Silencio!

Harry Potter und der Orden des Phönix – Einstieg in die Handlung

Nach dem Showdown im vorausgegangenen Teil, Harry Potter und der Feuerkelch, in dem der Held nur knapp dem erneuten Mordversuch durch seinen erstarkten Gegenspieler Voldemort entgangen war, beginnt der fünfte Teil wie wir es seit Teil zwei gewohnt sind:
Sommerferien im Ligusterweg, Harry unter der Fuchtel von Onkel und Tante, ödes Vorgeplänkel zum Zauberstart an der Hexenschule Hogwarts. Dass es diesmal jedoch ein wenig anders laufen würde, wird dem Leser recht bald klar.

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Rot ist mein Name

Rot ist meine Name
Orhan Pamuk, 2001

Wie ein Märchen aus Tausendundeinenacht beginnt der Roman des Nobelpreisträgers von 2006, Orhan Pamuk, und zieht den Leser mühelos zurück in die Vergangenheit. Wir finden uns ein im mittelalterlichen Istanbul, in der Gesellschaft von Hodschahs, osmanischen Buchillustratoren, von Koransuren, Padischahs und Wesiren.

Strukturell als Kriminalroman angelegt, beleuchtet die Geschichte den Glaubenskonflikt zwischen östlichen und westlichen Grundsätzen aus dem Blickwinkel der Buchmalerei. Aktueller kann derzeit kaum ein Thema sein.

Was ist passiert? – Einer der Meisterillustratoren am osmanischen Hof von Istanbul wird erschlagen am Grunde eines trockenen Brunnens aufgefunden. Zeitgleich kehrt der Weltenbummler Kara in die Stadt am Bosporus zurück. Er hat die Absicht, um seine verwitwete Jugendliebe, die schöne Seküre, zu werben.

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Die Korrekturen

Die Korrekturen
Jonathan Franzen, 2002

Jonathan Franzen porträtiert in seinem umfangreichen Roman Die Korrekturen die Lamberts, eine amerikanische Familie der Mittelschicht aus dem mittleren Westen. Der Autor erschafft ein eindrucksvolles, lebendiges, allerdings letztlich beklemmendes Bild der Charaktere von Vater Alfred, Mutter Enid, deren beider Söhne Gary und Chip, sowie der Tochter Denise. Der Roman handelt im auslaufenden zwanzigsten Jahrhundert.

Der deutsche Klappentext wirkt nach der Lektüre merkwürdig verunglückt, gibt er doch lediglich einen knappen Ausschnitt aus der Rahmenhandlung des Romans wieder: Angesichts der Alzheimer-Erkrankung ihres Mannes Alfred will Enid die Familie ein letztes Mal versammeln. Sie lädt ihre Kinder zu Weihnachten ins Elternhaus nach St. Jude ein. Dass diese Kurzfassung für den Inhalt des Werkes belanglos ist, erschließt sich dem Leser jedoch ziemlich rasch.

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