Peter-Huchel-Preis 2021

Marcel Beyer
Marcel Beyer, 2012
(Foto: Manfred Sause
CC BY-SA 3.0)

Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwest­rund­funk gestif­tete Peter-Huchel-Preis für Lyrik wird in diesem Jahr an Marcel Beyer (55) verlie­hen. Die Jury würdigt damit sei­nen Gedicht­band Dämonen­räum­dienst als heraus­ragende Neu­erschei­nung des Jahres 2020.

Marcel Beyers Gedichte sind Aben­teuer­expe­diti­onen in vertrau­tes Gelän­de, das plötz­lich fremd und unheim­lich erscheint. Eltern­haus und Elvis, die Ein­drücke der Kind­heit, magi­sche Begeg­nungen mit den Phäno­menen der Pop­kultur und den Hel­den der Klatsch­spalten – all das wird in Beyers streng kompo­nier­ten Gedich­ten aufge­grif­fen, in uner­hörte Zusam­men­hänge gerückt, verfrem­det und mit den Mitteln von Zitat, Col­lage, Komik und iro­ni­scher Brechung neu arran­giert. Der Titel Dämonen­räum­dienst ist dabei durch­aus wört­lich zu neh­men. Hier wer­den die Gei­ster der jün­geren deut­schen Vergan­gen­heit aufge­rufen, um sie durch­ein­ander­zu­wir­beln und einer poeti­schen Choreo­graphie zu unter­werfen: Aufräum­arbeiten vor dem inne­ren Auge eines erfin­dungs­reichen Dich­ters.“
~ Aus der Begründung der Jury ~

Eine sieben­köpfige, unabhän­gige Jura (Autor­¦innen, Literatur­kritiker­¦innen und Literatur­wissen­schaftler­¦innen) vergibt den Peter-Huchel-Preis für deutsch­sprachige Lyrik seit 1984. Sie zeich­net damit ein heraus­ragendes lyrisches Werk des jeweils vergan­genen Jahres aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis erinnert an den Namens­geber Peter Huchel (gebo­ren 1903 in Groß-Lichter­felde bei Berlin), den bedeu­tenden Lyri­ker und lang­jährigen Chef­redak­teur der Literatur­zeit­schrift Sinn und Form.

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