
Zwischendurch als Urlaubslektüre für Strand und Terrasse habe ich mir Die Lieferung von Andreas Winkelmann auf dem E-Reader mitgenommen. Einen Thriller. Immerhin mal auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Kann also nicht so verkehrt sein. Und tatsächlich war ich anfangs ziemlich angetan. Der Autor schafft es tatsächlich, Spannung aufzubauen und über weite Strecken beizubehalten. Genau das Richtige für die Ferienzeit? Auch wenn dieses Briefmarkencover auf dem E-Reader arg missglückt daherkommt?
Wir tauchen also ein in die Handlung: Offenbar geht es hier um junge, attraktive Frauen, die alle verschwinden und später durch ein traumatisches Erlebnis den Verstand verloren zu haben scheinen. Gemeinsam mit dem ermittelnden Protagonisten Jens Kerner begegnen wir zunächst einer nackten, vollkommen durchgedrehten Furie mit nachtbleichem Körper und geschorenem Schädel, die durch den Wald stolpert und durch den Helden erst dank footballartigem Körpereinsatz gestoppt werden kann. In einem parallelen Handlungsstrang begleiten wir eine zweite junge Frau, die sich auf unerklärliche, aber nichtsdestoweniger bedrohliche Weise verfolgt fühlt. Und dann taucht in einem dritten, rückwärts gewandten Plot ein Junge auf, der traumatische Erfahrungen mit dem wunderhübschen Nachbarsmädchen macht, für das er schwärmt, die allerdings für ihn, den sozial benachteiligten Niemand unerreichbar bleibt.



