
Zwischen seinen beiden Romanen Das Licht und Sprich mit mir veröffentlichte T. C.Boyle den Erzählband Sind wir nicht Menschen. Der Klappentext spricht vom „Meister der American Short Story“ und verspricht: „Böser, witziger und unterhaltsamer denn je.“ Die Sammlung umfasst neunzehn Kurzgeschichten, von denen jede einzelne im Durchschnitt 21 Buchseiten umfasst. Kurze Texthäppchen, die man schon mal zwischendurch verschlingen und eine Weile darüber nachdenken kann, was uns der Autor da mit auf den Weg geben wollte. Denn Boyles Geschichten sind so gut wie nie lediglich schöner Tand, formale Noblessen. Der US-Schriftsteller hat eigentlich immer eine Moral von der Geschicht‘ zur Hand. Und dieser letzte Erzählband beschäftig sich und die Leserschaft mit der Natur, gegen die der Mensch letztlich machtlos ist. Wen wundert’s? Unser Planet, seine Flora und Fauna ist seit Jahren das zentrale Thema T. C. Boyles.
„Den Menschen lieb‘ ich sehr, mehr noch die Natur.“
(Literarisches Motto; von Lord Byron, Ritter Harolds Pilgerfahrt, 1812)
Die Geschichtensammlung ist in dieser Zusammenstellung übrigens nur auf Deutsch erschienen. Die englischen Originale wurden in verschiedenen Medien bereits zwischen den Jahren 2011 und 2017 veröffentlicht. Dieser Umstand erklärt auch, warum nur die neueren Erzählungen von Dirk van Gunsteren ins Deutsche übersetzt wurde, die älteren hingegen von Anette Grube.



