
Dass Rio Reiser der König von Deutschland war, wissen wir seit 1986. Aber wer ist Der König von Berlin? Die Antwort darauf gibt uns Horst Evers in seinem klamaukigen Krimi um das niedersächsische Landei Carsten Lanner. Der junge Kommissar wird zu einer Fortbildung nach Berlin versetzt. Dort gerät er in die Ermittlungen um den Todesfall des Inhabers einer Schädlingsbekämpfungs-Firma, die Berlin rattenfrei halten soll. Doch bei seinen Nachforschungen stößt Lanner auf mafiöse Strukturen und einen schrecklichen Plan.
„Mein Vater sagte immer: Ein guter Kammerjäger kommt immer wie ein Pornoheft, also im neutralen Schutzumschlag.“
Wer schon auf der achten Textseite seines Romans mit einem solchen Satz aufwartet, hat mich ja im Sack. Und wenn Autor (oder Verlag) dann auch noch so clever sind, ein einsames Huhn auf einem unterirdischen U-Bahnhof auf das Cover zu bringen, bin ich schon nicht mehr objektiv; ich starte vielmehr mit maximaler Erwartungshaltung in den Krimi von Herrn Evers.



