Eines Menschen Flügel

Andreas Eschbach, Eines Menschen Flügel, 2020
Andreas Eschbach, 2020

Mit Eines Menschen Flügel hat An­dre­as Esch­bach ein ge­wal­ti­ges Werk vor­ge­legt. Es geht um nicht we­ni­ger als um die Zu­kunft der Mensch­heit: ein Sci­ence-Fic­tion-Ro­man einer­seits, doch auch eine be­ste­chen­de Über­le­gung zum ak­tu­el­len Zu­stand und zu den Per­spek­ti­ven der Art Ho­mo sa­pi­ens. Wo­her kom­men wir? Was macht uns aus? Und wo­hin ge­hen wir? Kön­nen wir aus Feh­lern ler­nen? Un­se­re Zu­kunft tat­säch­lich be­ein­flus­sen?

Gewal­tig ist Esch­bachs neus­ter Ro­man aber auch auf­grund sei­nes Um­fanges. Ein di­cker Band, ge­glie­dert in drei etwa gleich lan­ge Tei­le; 29 Ka­pi­tel, die teil­weise so lang sind, dass sie in Un­ter­ka­pi­tel ge­teilt sind, die wie­de­r­um durch Stern­chen­zei­len in Ab­schnit­te struk­tu­riert wer­den. Das längs­te die­ser Ka­pi­tel um­fasst al­lein 100 Buch­sei­ten, die ge­sam­te Er­zäh­lung kommt auf 1.253 Ro­man­sei­ten, selbst wenn man nur vom An­fang des Tex­tes bis zu sei­nem Schluss­punkt zählt.

Man braucht also Durch­hal­tever­mö­gen für diese Erzäh­lung. Durch­hal­tever­mö­gen und ein gutes Gedächt­nis für unge­wöhn­li­che Per­sonen­na­men, um den Zusam­men­hän­gen über zwölf­hun­dert eng be­druck­te Buch­sei­ten hin­weg fol­gen zu kön­nen.

Eines Menschen Flügel – Worum geht es?

Andres Esch­bach erzählt die Ge­schich­te eines Men­schen­ge­schlech­tes, das auf einem Kon­ti­nent eines namen­lo­sen Pla­ne­ten lebt. Der Him­mel die­ser Welt ist stets wol­ken­ver­han­gen, Sonne und Mond sind nur als hel­lere Stel­len hin­ter der Wol­ken­schicht aus­zuma­chen. Der Zustand die­ser Welt ist para­die­sisch: Die Men­schen leben als Natur­völ­ker in 33 ver­schie­de­nen Stäm­men über den Kon­ti­nent ver­teilt, ken­nen kein per­sön­li­ches Eigen­tum und kei­nen tech­ni­schen Fort­schritt. Die moderns­ten Errun­gen­schaf­ten sind eiserne Werk­zeuge und Segel­schiffe. Die Stämme leben in Baum­nes­tern von Gar­ten­bau, dem Früch­tesam­meln, der Fische­rei und der Jagd.

Impres­sion am Rande: Wer in Film­bil­dern denkt, wird viel­leicht beim Lesen an die Lebens­welt der Na’vi auf dem Pla­ne­ten Pan­dora im Science-Fic­tion-Film Ava­tar erin­nert sein.

Mit dem Hin­weis auf die Baum­nes­ter sind wir bei einer Beson­der­heit des Pla­ne­ten ange­langt: Ein Groß­teil des kon­tinen­ta­len Bodens ist lebens­feind­lich. Wer ihn betritt, wird in Sekun­den­schnel­le von einer unsicht­ba­ren Macht zer­fres­sen, bis keine orga­ni­schen Bestand­teile mehr von ihm übrig sind. Diese töd­li­che Macht nen­nen die Men­schen den Mar­gor, der der Grund dafür ist, dass die Men­schen Flü­gel haben und in Nes­tern in luf­ti­ger Höhe hau­sen.

Die Ahnen

Hinter die­ser para­die­si­schen Welt ste­hen nicht irgend­wel­che Göt­ter, die Ge­schich­te kommt tat­säch­lich ohne Reli­gio­nen aus. Doch anstelle gött­li­cher Schöp­fer ste­hen die Ahnen der geflü­gel­ten Men­schen. Diese Ahnen, so stellt sich bereits nach kur­zer Lese­zeit heraus, sind her­kömm­li­che, flü­gel­lose Men­schen. Einst in fer­ner Ver­gan­gen­heit hat­ten die Ahnen in einem Raum­schiff den Pla­ne­ten erreicht. Dort fass­ten sie den Beschluss, ihn zu besie­deln, und misch­ten ihren Nach­kom­men die Gene von Fal­ken bei, so dass sich ein flie­gen­des Men­schen­ge­schlecht ent­wi­ckelte.

Über diese phy­si­sche Aus­stat­tung hinaus gaben die Ahnen ihren geflü­gel­ten Nach­kom­men Wis­sen und Ver­hal­tens­re­geln mit auf den Weg; in Form von drei­zehn Büchern, die unver­kenn­bar an christ­li­che Evan­ge­lien erin­nern: um Heil­kunde geht es darin, um Gebur­ten­rege­lun­gen, Hei­rats­ein­schrän­kun­gen zur Ver­mei­dung von Erb­krank­hei­ten durch Inzucht, um Ver­zicht auf per­sön­li­ches Eigen­tum und um das Ver­bot der Nut­zung von Kraft­quel­len aller Art außer mensch­li­cher und tie­ri­scher Kör­per­kraft.

„Meoris konnte mit der Infor­ma­tion auf­war­ten, dass jedes Paar das Recht hatte, ein Kind zu bekom­men, dass für ein zwei­tes aber, wie auch für jedes wei­tere, der Ältes­ten­rat vor­her seine Erlaub­nis geben musste. […] Weil es schlecht ist, wenn es zu viele Men­schen auf der Welt gibt.“
(Seite 60)

Tatsäch­lich exis­tiert auch eine geheime Bru­der­schaft, die auf die Ein­hal­tung der Ahnen­re­geln ach­tet. Not­falls müs­sen Erfin­dun­gen allzu for­scher Men­schen sabo­tiert, oder falls das nicht aus­reicht, die Erfin­der selbst aus dem Ver­kehr gezo­gen wer­den.

Die Sterne sehen!

Als es jedoch einem beson­ders kräf­ti­gen Flie­ger gelingt, die undurch­dring­lich schei­nende Wol­ken­de­cke zu durch­sto­ßen und dahin­ter im All die Sterne zu se­hen, ist es dahin mit dem fried­li­chen Leben. Zwar ver­sucht die Bru­der­schaft, die Erzäh­lun­gen des Ster­nen­se­hers als Lügen zu dis­kre­ditie­ren. Doch es ist zu spät. Die Lawine des Ent­decker­tums wurde los­getre­ten und endet hun­derte von Roman­sei­ten spä­ter im Deba­kel.

Eines Menschen Flügel – Hintergrund

Natür­lich ist es legi­tim, Esch­bachs Erzäh­lung ein­fach als äußerst stim­mig erfun­dene Science-Fic­tion-Ge­schich­te zu lesen. Darü­ber hinaus beson­ders inte­res­sant wird Eines Menschen Flügel jedoch dann, wenn man sich Gedan­ken über die immer wie­der ange­spro­chene Vor­ge­schich­te und letzt­lich auch über das Ende – oder die Enden – der Erzäh­lung macht.

Der Roman han­delt beim ers­ten Hin­se­hen in einer zeit­lich nicht näher bestimm­ten Zukunft. Die Mensch­heit hat längst ferne Pla­ne­ten in Besitz genom­men und besie­delt. Doch son­der­lich ange­nehm liest sich nicht, wel­che Ent­wick­lung unsere Art genom­men hat. Das gesamte men­schen­besie­delte Uni­ver­sum wird von einem Dik­ta­tor beherrscht, vom offi­zi­ellen Kurs abwei­chende Mei­nun­gen wer­den streng geahn­det. Die Mensch­heit hat sich end­gül­tig zu einer ego­zen­trier­ten und auf Besitz­tum fixier­ten Schre­ckens­gesell­schaft ent­wi­ckelt. Gemein­schafts­werte haben auf­ge­hört zu exis­tie­ren, Natur als lebens­steu­ernde Umge­bung gibt es nicht mehr.

Irgend­wann ste­hlen des­halb ein paar Idea­lis­ten ein gro­ßes Trans­port­raum­schiff, machen sich auf den Weg und fin­den einen jung­fräu­li­chen Pla­ne­ten, auf dem sie ver­su­chen, noch ein­mal von vorne anzu­fan­gen.

Deutungsvarianten

Ja, man kann eine zeit­li­che Ein­ord­nung so vor­neh­men, dass diese Hin­ter­grund­ent­wick­lung in unse­rem Jetzt begon­nen hat, sich über die nächs­ten paar hun­dert oder tau­send Jahre hin­zie­hen und schließ­lich irgend­wann in den ver­zwei­fel­ten Sied­lungs­ver­such aus dem Roman mün­den wird. In die­sem Fall wür­den wir zusam­men mit dem Autor in eine mehr oder weni­ger ferne Zukunft bli­cken. In eine furcht­bare Zukunft, die laut Esch­bach unaus­weich­lich wäre.

Aber man könnte viel­leicht auch eine alter­na­tive Ein­ord­nung ver­su­chen. Ins­beson­dere wenn man Sze­nen der letz­ten Roman­sei­ten im Gedächt­nis behält, könnte man auf­grund der beschrie­be­nen Details auf den Gedan­ken kom­men, die Roman­ge­schich­te endete in unse­rer eige­nen Ver­gan­gen­heit: Sind wir womög­lich selbst die Zukunft der Flü­gel­men­schen? Hat all das in einer längst ver­gan­ge­nen Zeit statt­gefun­den?

Wer meine kryp­ti­sche Andeutung zum Romanende verstehen will, kann sich Details dazu anzeigen lassen. Auf die Gefahr hin, dass womöglich die Spannung hinüber ist, wenn man das Ende noch nicht kennt.

Details anzeigen

Achtung: Wer hier wei­ter­liest, er­fährt Ein­zel­hei­ten der Hand­lung, die womög­lich das Inte­res­se an der Ge­schich­te ver­der­ben. Wer das Buch noch nicht gele­sen hat und Spoi­ler ver­mei­den möchte, sollte lie­ber die Details ver­ber­gen.

Das letzte der 29 Kapi­tel trägt den Titel Viele Jahre spä­ter. Darin erzäh­len vier der geflü­gel­ten Men­schen, was aus ihnen und aus ihrem Pla­ne­ten gewor­den ist. Denn das wei­ter oben ange­spro­chen „Deba­kel“ besteht darin, dass Sol­da­ten des Dik­ta­tors den idyl­li­schen Pla­ne­ten ent­de­cken und dem Impe­rium ein­ver­lei­ben. Doch längst nicht alle Bewohner sind auf dem Pla­ne­ten geblie­ben. Vie­len von ihnen gelingt die „Große Reise“, näm­lich die Flucht im wie­der­gefun­de­nen Raum­schiff der Ahnen. Sie rei­sen zu einem Ziel, das eine der Ahnin­nen einst ver­schlüs­selt in ihrem Evan­ge­lium genannt hatte.

Zurück in die Zukunft?

Die beiden aller­letz­ten Unter­kapi­tel des Romans wer­den von geflü­gel­ten Men­schen erzählt, die die­ses Ziel offen­bar erreicht haben. Da ist etwa ein Eltern­paar, das mit sei­ner klei­nen Tochter im Gehei­men einen Hei­ler auf­sucht, um der Klei­nen die Flü­gel ent­fer­nen zu las­sen. Zu groß ist offen­bar der sozi­ale Druck, sich dem flü­gel­lo­sen Rest der Mensch­heit anzu­pas­sen.

Und selbst die Alten, die noch auf der Großen Reise dabei waren, benut­zen ihre Flü­gel nicht mehr häu­fig. Den töd­li­chen Mar­gor gibt es hier nicht und auf einer der letz­ten Sei­ten wird eine Besuchs­reise beschrie­ben, die in einem offen­bar frisch erfun­de­nen, dampf­betrie­be­nen Motor­wagen statt­findet. Alle Beschrei­bun­gen in die­sen bei­den Kapi­teln erin­nern doch sehr an unse­ren Pla­ne­ten Erde und an die Zustände vor vie­len, vie­len Jahr­zehn­ten.

Für mich lesen sich diese Pas­sa­gen wie eine Rück­kehr in die Zukunft. Näm­lich so wie oben ange­deu­tet in die Zukunft der geflü­gel­ten Men­schen, die gleich­zei­tig unsere eigene Ver­gan­gen­heit sein könnte.

~

Details verbergen

Oder müs­sen wir noch einen Schritt wei­ter den­ken? Will uns Andreas Esch­bach auf die Spur set­zen, dass sich Ge­schich­te immer wie­der wie­der­holt? – Ich denke, jede(r) Lese­r¦in wird für sich selbst heraus­fin­den müs­sen, wel­che Deu­tungs­vari­ante für sie oder ihn am stim­mig­sten scheint. Mir zumin­dest gefällt diese his­to­risch offene Ein­sor­tier­bar­keit, so wie ich sie zu erken­nen glaube, aus­gespro­chen gut. Auch dann, wenn der Autor selbst sich stirn­run­zelnd zurück­leh­nen und mir ins­ge­heim den Vogel zei­gen wollte.

Eines Menschen Flügel – Erfolgsrezept

1.253 Textsei­ten? Wird das denn nicht zwangs­läu­fig irgend­wann furcht­bar lang­wei­lig? Bei jedem der­ar­tig dicken Schmö­ker steht diese Frage im Raum. Zumin­dest in diesem Fall lau­tet meine Ant­wort: nein, auf kei­nen Fall!

Es gibt ein paar Kon­strukte, mit Hilfe derer es dem Autor gelingt, uns bei der Stange zu hal­ten. Ich habe die Ge­schich­te inner­halb weni­ger Tage gele­sen. Dabei fiel es mir jedes­mal sehr schwer, das Buch spät abends aus der Hand legen zu müs­sen.

Tempowechsel

Einen gro­ßen Teil der Erzäh­lung neh­men Beschrei­bun­gen der neuen Welt, die Gepflo­gen­hei­ten der geflü­gel­ten Men­schen, ihr Zusam­men­le­ben und der Umgang mit der Natur ein. Für sich allein müss­ten sol­che Beschrei­bun­gen frü­her oder spä­ter unbe­dingt in Lan­ge­weile abglei­ten. Doch Esch­bach webt in die Zustands­be­schrei­bung stets an den rich­ti­gen Stel­len zwei Hand­lungs­stränge ein.

Zum einen sind dies die per­sön­li­chen Ent­wick­lun­gen der einzel­nen Pro­tago­nis­ten. Wir beglei­ten eine Viel­zahl an Per­so­nen durch ihre Erleb­nisse, Ängste und Stär­ken, Glück und Unglück. Das macht Andreas Esch­bach aus­gespro­chen geschickt, hin­ter jeder die­ser per­sonel­len Ent­wick­lun­gen wird ein nach­voll­zieh­ba­res per­sön­li­ches Schick­sal greif­bar.

Dazu kommt noch die groß ange­legte Roman­hand­lung, die mit dem Ster­nen­flug des geflü­gel­ten Ent­de­ckers beginnt und die mit unauf­halt­sa­mem Puls­schlag dem Ende ent­ge­gen strebt. Die Ver­qui­ckung die­ser drei Ebe­nen – Wel­ten­beschrei­bung, per­so­nelle Ent­wick­lun­gen und Roman­ge­rüst – gelingt dem Autor auf beson­ders unter­halt­same Weise.

Perspektivenwechsel

Dafür dass keine Lan­ge­weile auf­kommt, sorgt Esch­bach jedoch auch, indem er jedes der 29 Kapi­tel aus der Sicht einer ande­ren Per­son erzählt. Das sorgt einer­seits für Abwechs­lung, hilft ande­rer­seits aber auch dabei, Zusam­men­hänge deut­lich zu machen. Immer wie­der wer­den Gescheh­nisse neu auf­ge­rollt und aus ver­schie­de­nen Per­spek­tiven inter­pre­tiert. Für die­sen Kunst­griff muss man dem Autor größ­ten Respekt zol­len. Puzzle­teil­chen fügen sich ohne Brü­che naht­los zusam­men und ver­dich­ten sich zu einem gro­ßen Erzähl­tep­pich.

Ich muss auch noch ein­mal auf das uner­läss­li­che Namens­gedächt­nis bei der Leser­schaft zurück kom­men. Alle Pro­tago­nis­ten tragen Namen, die sich aus einem per­sön­li­chen An­namen und der jewei­li­gen Stam­mes­zugehö­rig­keit zusam­men­set­zen. „Owen“ ist „O“ aus dem Stamm der „Wen“. „Kal­sul“ ist die „Kal“ aus dem Stamme der „Sul“. Und so wei­ter, und so fort. Bestimmt an die hun­dert Per­so­nen fin­den so Erwäh­nung. Da muss man ab und an schon ein­mal nach­den­ken oder nach­schla­gen, wer nun wer ist.

Ein schö­nes Detail am Rande: Mit dem Namen für den ein­zi­gen unge­flü­gel­ten Men­schen, der eine Rolle in der Hand­lung spielt, brachte mich der Autor zum Schmun­zeln. Der Mann heißt näm­lich „Dschonn“.

Eines Menschen Flügel – Bewertung

Den „gro­ßen Erzähl­tep­pich“, den Esch­bach vor uns aus­brei­tet, habe ich bereits ange­spro­chen. Genau dies ist mei­nes Erach­tens der wich­tigs­te Plus­punkt, der für den Roman spricht. Hier liegt uns ein groß­arti­ges Geflecht fan­tas­ti­scher Details, Beob­ach­tun­gen mensch­li­cher Verhal­tens­wei­sen und eines weit ange­leg­ten, über­zeu­gen­den Hand­lungs­bo­gens vor, dem ich nichts ande­res als laut­star­ken App­laus zol­len kann.

Eines Menschen Flügel las­sen uns, die Lese­rin­nen und Leser, durch eine wun­der­bare Ge­schich­te glei­ten. Bis an die Stel­len eben, „wohin eines Men­schen Flü­gel uns nicht tra­gen kön­nen“; näm­lich über das Lebens­ende hinaus oder weg von einem Pla­ne­ten in eine mög­li­che, hof­fent­lich bes­sere Zukunft.

~

Wer diese Buch­bespre­chung gern gele­sen hat, wird sich wahr­schein­lich auch für die Rezen­sion von Andreas Esch­bachs Roman­vor­gän­ger NSA – Natio­nales Sicher­heits­amt inte­res­sieren.

Fazit:

Der bis­lang letzte Roman Andreas Esch­bachs, Eines Menschen Flügel, gehört zwei­fel­los zu den bes­ten Fan­ta­sy- oder Science-Fic­tion-Ge­schich­ten und gleich­zei­tig zu den ein­drucks­volls­ten Über­legun­gen über die Zukunft der Mensch­heit, die ich in den letz­ten Jah­ren zu lesen bekam. Es gibt nur wenige Bücher, die ich nach dem Lesen mit einem Bedau­ern aus der Hand gelegt habe darüber, dass die lange aber nicht unend­li­che Ge­schich­te nun lei­der doch abge­schlos­sen ist.

Ich empfehle die Lek­türe unbe­dingt allen, die eine wun­der­bar aus­ta­rierte, span­nungs­gela­dene, wenn auch fik­tive Erzäh­lung zu schät­zen wis­sen. Und die sich Gedan­ken über das Woher und Wohin der Bewoh­ner des Pla­ne­ten Erde machen. Die­ses Werk ist mit Sicher­heit eines, das ich ein zwei­tes oder auch drit­tes Mal lesen werde. Und ich bin sicher, dass ich dann noch wei­tere Fein­hei­ten ent­de­cken werde, die mir beim ers­ten Durch­gang nicht ins Auge gefal­len sind. Dafür kann ich Andreas Esch­bach kei­nes­falls mit weni­ger als den vol­len fünf Ster­nen beden­ken.

Andreas Eschbach: Eines Menschen Flügel
Bastei Lübbe Verlag, 2020

* * * * *

Kaufempfehlungen

Gebundenes Buch Taschenbuch E-Book Hörbuch

Wenn Du über diese Links bestellst, erhalte ich eine kleine Provision auf Deinen Einkauf (mehr darüber »)

Cookie-Hinweis